Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Über die Gemeinde

Marktgemeinde Grafenstein

Die Marktgemeinde Grafenstein, mit einer Größe von 50,12 km², liegt ca. 12 km östlich von der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee entfernt und unterteilt sich in 31 Ortschaften.

Grafenstein bietet durch seinen ländlichen Charakter Ruhe und Erholung in unverbrauchter Natur. Vielfältige Wandermöglichkeiten, Radfahren, Modellfliegen, Tontaubenschießen, Tennis, Fischen an Gurk und Drau runden das Freizeitangebot ab.

Grafenstein wurde im Jahre 890 erstmals urkundlich erwähnt. König Arnulf von Kärnten hat mit einer Urkunde vom 20. November 890 dem Erzbischof Friedrich von Salzburg den Gesamtbesitz Grafenstein, damals als "Grauindorf", bestätigt.
Das Siegel "Rudolf von Grafenstein" wird erstmals in einer Urkunde vom 13.07.1239 erwähnt. Dieses Wappen wurde als Grundlage für das Gemeindewappen herangezogen.


Die Berechtigung zur Führung dieses Wappens wurde der Gemeinde mit Urkunde der Kärntner Landesregierung am 01.09.1954 verliehen.

Die Gemeindeflagge in den Farben Rot-Gelb, die dem Gemeindewappen entnommen wurden, wurde erstmals am 10. Oktober 1960 bei der Abstimmungsfeier beim Kriegerdenkmal in Grafenstein gehisst.

Höhepunkt und Krönung war die Erhebung zur Marktgemeinde am 01. Juli 1990. Ein zweiwöchiges Festprogramm, das mehr als 20 Grafensteiner Vereinen mitgestalteten, wurde abgehalten.


das Schloss der Fürsten Orsini-Rosenberg wurde 1638 von Johann Andreas von Rosenberg erbaut, was aus einer Inschrift im Hof hervorgeht. 1660 wurde das Gebäude von Georg Nikolaus Rosenberg erweitert. Gegen Ende der Barockzeit lies Vinzenz von Orsini-Rosenberg die Fassade mit Kolossalpilastern, Fensterverdachungen und Dreiecksgiebeln gliedern. Im Inneren des Schlosses befinden sich Rokokostuckaturen, die zu den schönsten in Kärnten zählen.

 


die romantische Pfarrkirche St. Stephan in Grafenstein wurde 1116 geweiht.

Die ursprüngliche Kapelle wurde im Laufe des 18. Jahrhunderts durch Zubauten im Norden und Süden erweitert. In der Barockzeit wurden am Tonnengewölbe im Inneren der Kirche wunderschöne Rokokostuckaturen angebracht.

Ebenso sind prächtige Deckenmalereien im Chor, im Schiff sowie in der Seitenkapelle zu finden.

 

Der im Barockstil erbaute Pfarrhof befindet sich neben der Pfarrkirche St. Stefan. Über dem Eingang ist ein Halbrelief der Hl. Muttergottes zu sehen.


die Kirche St. Oswald in Thon deutet aufgrund ihrer Bauweise auf ältere Zeiten hin, jedoch gibt es keinerlei urkundliche Belege,  bis 1660 die Kirche in einem Visitationsbericht als „St. Oswald in Thann“ genannt wird.


Aufgrund einer Marienerscheinung 1849 wurde eine kleine Holzkappelle errichtet. Heute befindet sich an jener Stelle die moderne Wallfahrts- und Autobahnkirche Hl. Maria im Walde in Dolina, die 1999/2000 von der Architektengemeinschaft Ferdinand Certov und Robert Morianz neugestaltet wurde.

 

Die Wandmalerei in der Kirche stammt von Johannes Zechner.

Der ortsansässige Künstler Prof. Giselbert Hoke gestaltete zwei Glasfenster.
 


das Schloß Saager, urkundlich seit 1372 Sitz der Metnitzer. Im 16. Jahrhundert ausgebaut, verblieb das Schloß bis 1811 im Besitz der Metnitzer.

1961 erwarb Prof. Giselbert Hoke (1927 - 2015) das Schloss samt dem umliegenden 1 ha großen Grundstück.

Aktuell finden immer wieder Kurse und Ausstellungen im Giselbert Hoke Werkhaus in Saager statt, Details dazu unter:

Tel.: +43 650 4221220

E-Mail: office@hoke-werkhaus.at

www.hoke-werkhaus.at

 

Die Kirche St. Anna zu Saager ist ein schlichter Baukörper mit romanischen Stilresten, der in barocker Zeit erweitert wurde. Im Turm befinden sich zwei Glocken, eine aus dem Jahre 1500 und eine aus 1569. An der Südwand des Turmes ist eine Wappengrabplatte des Bernhard von Rotnstain, der 1300 gestorben ist, zu sehen.


Architektur von Clemens Holzmeister (Volksschule, Aufbahrungshalle)
Nach den Plänen von Clemens Holzmeister wurde im Jahr 1965 die Aufbahrungshalle und von 1969 – 71 die Volksschule in Grafenstein errichtet.


das Schloß Rain war ursprünglich ein landtäfliches Gut, dass erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von Gustav Ritter von Metnitz zum Schloß umgebaut wurde.
1889 erwarb Felix Ritter von Gutmannsthal-Benvenuti das Anwesen. 1928 kaufte Dr. Carl Graf Czernin-Chudenitz das Schloß Rain und ist seither im Besitz der Familie Czernin.


  • das Kriegerdenkmal bei der Kirche St. Stefan in Grafenstein.
  • Aulandschaften entlang der Gurk und Drau
  • das Schloß Riedenegg in Lind
  • das Schloß Pakein in Pakein
  • das Bahnhof-Gebäude in Grafenstein
     


Festschrift aus Anlass der Markterhebung - Marktgemeinde Grafenstein

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  •  „der gute Wächter“ von Karl Brandstätter im Kreisverkehr vor dem Gemeindeamt
  • Hindin“ von Tomas Hoke, Veranstaltungszentrum Hambruschsaal
  • Jakob ringt mit dem Engel“ – Brunnen mit Plastik vom Bildhauer Jan Milan Krkoška auf dem Kirchplatz in Grafenstein
  • diverse Bildstöcke im gesamten Gemeindegebiet (siehe Klein- und Flurdenkmäler)

die Grafensteiner Platte – die Bodenfliesen wurden ursprünglich in der Ziegelfabrik der Familie Orsini-Rosenberg hergestellt. Als in den 90er-Jahren der Betrieb eingestellt wurde hat Herr Alois Falkinger das alte Handwerk übernommen und somit gerettet. Zwischenzeitlich hat Frau Sarah Falkinger den Betrieb übernommen und betreibt die letzte Handziegelei in Österreich in der Gemeinde Grafenstein.

http://www.bodenziegel.at/


Ortschaften

Aich

Dieser Ort wird 1348 erstmals urkundlich erwähnt.1

 


Althofen

Althofen, der alte Hof. Diese Ortsbezeichnung zählt zu den ältesten deutschen Siedlungsnamen. Wenn auch keine früheren urkundlichen Nennungen zu finden sind, kann angenommen werden, dass der Ort mit der bairischen Besiedlung im 9. oder 10. Jahrhundert entstanden ist. 1


Dolina

Dolina, oder Maria im Walde (so wird der Ort im Grundkataster bezeichnet), ist im vorigen Jahrhundert nach Erbauung der Kirche „Maria Heimsuchung“ 1861 entstanden.

An dieser Stelle soll am 17., 18. und 19. Juni des Jahres 1849 die Gottesmutter drei Hirtenmädchen erschienen sein. Dort wurde vorerst eine hölzerne Kapelle errichtet. Die Grundsteinlegung für die Kirche erfolgte am Annatag des Jahres 1861. 1

 

Heute befindet sich an jener Stelle die moderne Wallfahrts- und Autobahnkirche Hl. Maria im Walde in Dolina, die 1999/2000 von der Architektengemeinschaft Ferdinand Certov und Robert Morianz neugestaltet wurde.

 

Der Ort Dolina hatte bis 1945 neun Häuser und ist in seiner heutigen Größe durch Siedlungstätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden.


Froschendorf

Froschendorf wurde im Jahre 1402 erstmals urkundlich erwähnt.1 Die im Jahre 1862 beim Bahnbau gemachten und bereits beschriebenen Funde lassen jedoch auf eine weit ältere Besiedelung schließen.2


Gumisch

Die Funde auf dem Pristounighofe aus der Zeit um 200 n. Chr. Weisen auf den Bestand einer antiken Siedlung.3 In der Nähe des Ortes befand sich bereits in der Antike eine oftmals erwähnter Drauübergang, eine Furt.

Im Jahre 1258 wird der Ort in einer Urkunde als „Stadtelhofen“ bezeichnet.1

Der Gumischhof war lange Zeit im Besitze der Edlen von Sternfeld. Dazu gehörte in Sand Nr. 1 die Sternfeldmühle und der Besitz Schollmann oder die Hube in Zapfendorf.

Josef Edler von Sternfeld war von 1851 bis 1863 Bürgermeister von Grafenstein und in der Folge Gemeindevorstandsmitglied. Er war ein äußerst guter sozial denkender Arbeitgeber und anerkannter Pferdezüchter. Für seine Verdienste um die Gemeinde Grafenstein wurde er am 21.02.1900 vom Gemeinderat zum Ehrenmitglied, Ehrenbürger der Gemeinde Grafenstein ernannt.

 


Haidach

Von diesem Ort sind ältere Hinweise nicht feststellbar. Sein Entstehen könnte im Mittelalter vermutet werden.1


Hum

Dieser Ort, mundartlich auch der Kum (Humberg), Hum oder Holm (heißt eigentlich Hügel), wird bereits 1245 als „sub monte prope Gravenstein“, unter dem Berg bei Grafenstein, erwähnt.1

Auf der flachen Waldhöhe, Kote 531, befand sich ein sagenhafter, befestigter Siedlungsplatz. Dort wurden prähistorische Keramikreste gefunden. Eine nähere Untersuchung wurde bisher nicht vorgenommen.

Aus Hum Nr. 18, vlg. Luschin, heute Sonnenhof, stammt der am 3.12.1781 geborene Erzbischof von Trient und Görz, Dr. Franz Xaver Luschin. Sein Studium ermöglichten ihm Margarethe und Josef Maurer aus Pakein. Zur Erinnerung an diese bedeutende Persönlichkeit hat die Kärntner Landsmannschaft im Jahre 1980 an seinem Geburtshaus eine Gedenktafel angebracht.


Klein Venedig

Diese Ortsbezeichnung für eine Besitz nördlich des Thoner Moores, das erst während des Ersten Weltkrieges, zwischen 1914 und 1918, von russischen Kriegsgefangenen entwässert wurde, dürfte in Anbetracht der früher vorhandenen Tümpel und Lacken, ironisierend erdacht worden sein. Es handelt sich sicher um ein sehr altes Gut, doch ist ein genauer Hinweis derzeit nicht möglich. 1

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich westlich des Gutes Klein Venedig eine größere Siedlung entwickelt.

Ungefähr 100 m östlich der Ortschaft fielen im Kärntner Freiheitskampf am 29.04.1919 die Studenten Kurt Plahna aus Klagenfurt und Gottfried Sille aus Wernberg, an jener Stelle wurde ein Holzkreuz mit einer Gedenktafel aus Messing – Gral Gedenkkreuz – errichtet (siehe auch Kleindenkmaeler.at - Juwelen unserer Kulturlandschaft - Gral Gedenkkreuz ).


Lind

Der Ort wurde erstmals zwischen 1162 und 1181 als „Linta“, 184 als „Linte“ genannt.1

Es ist ein alter Edelmannssitz und gehörte ursprünglich zum Hollenburger Lehen. Seit 1399 sind die Huben im Lehen der Herren von Metnitz zu Saager. Am 24.3.1627 belehnte Barthlä von Dietrichstein, Freiherr zu Hollenburg, Christof Perger aus Pakein, bestallten Wachmeister der Kärntner Landschaft, mit zwei Huben zu Lind, die Lukas Strutzmann freistiftsweise innehatte. Perger erkaufte den Besitz von Wilhelm von Metnitz und erbaute sich einen Edelhof, der 1638 auch Lind hiers. Seine Söhne, Hans und Christian, nennen sich ab 1638 Perger zu Lind. Ihnen dürften im Besitz die von Schludermann gefolgt sein, die es Schloss Riedenegg benannten und es bis 1933 besaßen.4

Dann erwarb Hans Stiegler den Besitz und verkaufte ihn 1942 an die Deutsche Umsiedlungsgesellschaft. Im gleichen Jahr erwarb der aus Südtirol stammende Max Flora, Schloss Lind.5

Bei der Eisenbahnbrücke und bei der Ortschaft Lind fanden zur Zeit des Abwehrkampfes Gefechte mit den Südslawischen Truppen statt. An diese Zeit erinnert ca. 300 m östlich von Lind ein Holzkreuz (siehe auch Kleindenkmaeler.at - Juwelen unserer Kulturlandschaft - Lerchbaumerkreuz).

 


Münzendorf

Im Jahre 1303 wird der Ort als „Einzeins“ genannt, später „Inzendorf“ und abgeleitet Münzendorf. Die Ortsbezeichnung deutet man auch als das Dorf des „Inzmann“ oder „Inzo“, einer Koseform des Namens Ingobrecht.1

Der Ort wird über einen langen Zeitabschnitt „Inzmannsdorf“ genannt. Da er jedoch im Grundkataster immer schon als Münzendorf aufscheint, hat der Gemeinderat am 18.10.1957 diese Bezeichnung mit Beschluss festgelegt.


Ober-/Unterfischern

Diese Ortsbezeichnung ist der Ausdruck der Beschäftigung seiner Bewohner. Die Gründung dieser Siedlung dürfte mit der ältesten bairisch-österreichischen Kolonisation, zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erfolgt sein, denn Ortsnamen mit der Endung „ern“ sind nur über ein Gebiet vertreten, dass schon vor spätestens um 1200 von Dauersiedlungen belegt war.1


Ober-/Unterwuchel

Diese Gegend wird 1200 „Fuchel“, 1205 „Fuchil“, 1397 „Veuchel“ genannt. Spätere Bezeichnungen sind „Buhel“, „ober dem Buchel“ oder „Bichl“ oder auch „Winkel“.1


Pakein

1602 wird Schloss Pakein erstmals als einfacher Edelmannssitz urkundlich erwähnt. Es ist jedoch ein Edlingsort viel älteren Ursprungs.6 Die Edlinge waren wehrpflichtige Bauern mit besonderen Freiheiten. Sie gehörten zum bevorrechteten Bauernstand und spielten bei der Einsetzung des Herzogs eine Rolle. Edlinge, also bevorrechtete Bauern, kommen nur auf einstmals ostgermanisch-gotisch besiedelten Boden vor.

Der erste, urkundlich sehr spät erst feststellbare Besitzer des Gutes war Hans Perger zu „Pokein“ und entstammte einer Klagenfurter Bürgerfamilie, die 1602 in den Adelsstand erhoben wurde. Sein Sohn Hans Matthias Perger erbte „Pockein“, woselbst er 1638 beurkundet ist. Sein Bruder, Christof Perger, erbaute sich den Sitz in Lind. Kurz danach wanderten von Pakein einige Frauen, wahrscheinlich aus religiösen Gründen, aus.

Sigismund, ein Sohn des Hans Matthias, ist der letzte in Pakein beurkundete Perger. 1672 ist de Ort als „Paggein“ feststellbar. Aus dem 17. Jahrhundert stammt auch das Schloß Pakein.

Der Familie Perger folgt im Besitz die Familie Maurer. 1805 erwarb das Gut Josef Janisch.1, 5

Danach gab es immer wieder Besitzerwechsel bis im Jahr 1941, der aus dem Kanaltal stammende Franz Buxbaum das Schloß Pakein erwarb. Vor einigen Jahren gab es einen weiteren Besitzerwechsel.

 

Pakein war ein Bestandteil der Ortschaft Hum. Im Hinblick auf die Bedeutung des Gutes und den Umstand, dass danach auch die Katastralgemeinde benannt ist, hat der Gemeinderat am 14.05.1979 das Gut als Ortschaft Pakein benannt.

Beim Schloß Pakein wurde im Jahre 1971 vom Jagdverein St. Hubertus, Klagenfurt, eine Schießstätte mit einem Kugel- und Tontaubenschießstand errichtet. Die Schießstätte wird nach wie vor vom Jagdverein betrieben.

 


Pirk

In einer Verkaufsurkunde7 des Dietmar von Weißenegg über eine Hube, die er dem Kloster Ossiach verkauft, vom 21.03.1313 wird die Kirche St. Nikolaus und St. Veit in Pirk als Filialkirche von Tainach erwähnt. Die Ortsbezeichnung Pirk wird von Birkenwald abgeleitet.1

Die Kirche wird im Visitationsbericht von 1616 als in einem sehr schlechten Zustand und vom Visitator 1660 als ruinös bezeichnet. Damals versprach Graf Rosenberg die Restauration der Kirche, zu der es aber anscheinend nicht gekommen ist. Sie ist verfallen. Ihr Standort ist nicht bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Pirk eine große Siedlungstätigkeit. Zur leichteren Orientierung hat der Gemeinderat unter Mitwirkung der Bevölkerung am 8. August 1977 für die Ortschaft Straßenbezeichnungen beschlossen.

 


Replach

Wird im Jahre 1640 erstmals urkundlich genannt.1


Saager

In Saager7, 8, 9 existierte eine 1228 von den Vitkringer Mönchen erbaute St.-Michael-Kapelle, deren Mutterkirche St. Stephan zu Grafenstein war. In der zu Gurk 1228 ausgestellten Urkunde regelten Probst Sigfried, Dekan Gotfried und das Kapitel das Verhältnis zur Pfarre Grafenstein. Im Visitationsbericht von 1616 wie auch in einer Urkunde aus dem Jahre 1382 wird sie als Kirche Hl. Kreuz in Saager erwähnt. Der Visitationsbericht von 1660 nennt die Kirche erstmals als „St. Anna“. Er hat also hier im Laufe der Jahrhunderte ohne urkundlichen Hinweis auf wann und wie ein wiederholter Wechsel des Patrozinismus stattgefunden.

Das Kirchenschiff ist ein schlichter Baukörper mit romanischen Stilresten, der in barocker Zeit verlängert wurde. Im kräftigen, niederen Turm befindet sich eine Glocke aus 1500 und eine aus dem Jahre 1569. Bemerkenswert ist an der Südwand des Turmes die Wappengrabplatte des Bernhard von Rotnstain, der 1300 gestorben ist.9 Rudolf von Grafenstein, dem die befestigte Anlage beim Drauübergang vogteimäßig unterstand, geriet mit dem Kloster Viktring in Streit und brandschatzte Saager. Dafür exkommunizierte, verpflichtete er sich zu einer Buße von 10 Mark und verzichtete auf seine Vogteirechte. 1287 schenkte Otto von Rottenstein dem Kloster eine Hube im Dorfe Saager.7

 

Das Schloss Saager ist urkundlich seit 1372 Sitz der Metnitzer und wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut. In ihrem Besitz blieb das Gut bis 1811. Es folgten Hans Werbitz, Josef Edler und Jakob Rauter. 1823 erwarb Maria Hartlieb das Schloss um 3185 Gulden. Weiter Besitzer waren 1827 Josef Jund, 1841 Frieda Edelmann, 1885 Dr. Ernst Ritter von Edelmann, 1932 Maria Weiß-Ostborn und Friederike Edelmann, 1957 Josef Planteu, Wildenstein, 1961 Prof. Giselbert Hoke5, der es samt einem 1 ha großen Grundstück, einen karnerartigen Rundbau als private Sonderbestattungsanlage für seine Familie errichtete.

 

Wenn man von der Kirche in Saager den Berghang verlaufenden Weg Richtung Gumisch geht, sieht man am Wege Felsbildstöcke mit einem besonderen Seltenheitswert. Leider verfallen sie zusehends. Sie waren früher mit Mörtel geglättet und von frommer Hand mit bäuerlichen Malereien versehen.

 

Schon in der Antike ist zwischen Gumisch und Möchling ein Drauübergang nachweisbar.

 


Sabuatach


Sand


St. Peter


Schloss Rain


Schulterndorf


Skarbin


Tainacherfeld


Thon


Truttendorf


Werda


Wölfnitz


Zapfendorf

 

 

 


Texte aus der „Festschrift aus Anlass der Markterhebung - Marktgemeinde Grafenstein“

Quellenverzeichnis zur Festschrift:

1  Eberhard Kranzmayer, Ortsnamenbuch von Kärnten, I. u. II.

2  Jabornegg-Altenfels Michael Franz von, Kärntens römische Altertümer

3  Carinthia 1927, S. 148

4  Wiesner Hermann, Burgen u. Schlösser Kärntens II, S. 93, 94

5  Metnitz, Kärntner Burgenkund, 1. Teil

6  Kohla, Kärntner Burgenkunde 1. Teil

7  Archiv für Vaterländische Geschichte und Topografie, Band 52, Dr. G. Moro, S. 108, 109, 110, 117, 118, 120, 129, 130

8  Wiesner Hermann, Burgen u. Schlösser Kärntens II, s. 93, 94

9  Dehio-Handbuch, die Kunstdenkmäler Österreichs, Kärnten, Schroll, Wien